Abstract & Overview
VORWORT m 24.October 1899 tritt der Verein der österreichisch-ungarischen Buchhändler in das fünfte Decennium seines Bestandes und sieht auf eine vierzigjährige erfolgreiche Thätigkeit zur Förderung des Buchhandels in der Monarchie zurück.Wie sein Vorsitzender Eduard Hölzel 1873 sehr richtig bemerkte, liegt es in der Natur eines jeden Vereines, daß sich die Wirksamkeit und deren Erfolge in hervorragender Weise nur zeitweilig und bei besonders wichtigen Vorkommnissen bemerkbar machen können, daß aber, sobald letztere eintreten, das Bestehen einer derartigen Vereinigung für alle ihre Mitglieder vom größten Vortheil ist.Es lag nahe, zumal als dieses Jubiläum mit dem Schlusse des Jahrhunderts zusammenfällt, zurück zu blicken auf das Wirken der vereinigten österreichisch-ungarischen Buchhändler zum Schutze ihrer Interessen, das sich bis in die vormärzliche Zeit verfolgen läßt.Es schien interessant, zu zeigen, wie sich im Wandel der Zeiten allmählich aus einer Versammlung, deren Zustandekommen nur mit einer besonderen behördlichen Genehmigung geschehen konnte und deren Publicationen noch die Censur zu durchlaufen hatten, eine Vereinigung bildete, welche ihr Hauptgewicht zuerst auf Erzielung besserer Bezugsbedingungen, später auf eine nachhaltige Vertretung ihrer Interessen legte und heute den Charakter eines industriellen Verbandes trägt.Von Anbeginn war dieser Verein mit der Entwickelung des gesammten Buchhandels in Österreich-Ungarn nahe verbunden, und in seiner Geschichte spiegelt sich jene des Buchhandels der Monarchie überhaupt wieder.Es konnte aber nicht unsere Aufgabe sein, auf den folgenden, wenigen Blättern die Geschichte des österreichischungarischen Buchhandels in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zu schreiben, wir mußten uns mit einem kurzen Rückblick auf die Thätigkeit des Vereines selbst begnügen, versuchen, seine allmähliche Entwickelung zu zeigen, und konnten nur sein Wirken in den letzten Jahren im Einzelnen verfolgen.Der Verfasser war bemüht, als streng objectiver Berichterstatter aufzutreten, die Thatsachen für sich sprechen zu lassen, und hat es vermieden, an denselben eine Kri-A Die Functionäre des Vereines